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Head of Wind Recruitment
Executive Search für Führungskräfte im Bereich Windenergie, die den Ausbau der Erneuerbaren in der DACH-Region und weltweit vorantreiben.
Marktbriefing
Umsetzungsorientierte Hinweise und Kontext, die die kanonische Spezialisierungsseite ergänzen.
Die Position des Head of Wind steht für einen fundamentalen Wandel in der Führungsstruktur globaler und regionaler Energieunternehmen im Zuge der Energiewende. Als Kernbereich unserer Executive-Search-Praxis für erneuerbare Energien wissen wir, dass der Head of Wind der primäre strategische Architekt für das Windkraft-Portfolio eines Unternehmens ist. Diese Rolle umfasst sowohl die Projektentwicklung vor der Inbetriebnahme als auch das kaufmännische und technische Asset Management von Onshore- und Offshore-Flotten. Aus einer reinen Senior-Projektmanagement-Position hat sich eine strategische Business-Unit-Leitung entwickelt, die an der Schnittstelle von Maschinenbau, Logistik und Hochfinanz agiert. Gängige Titelvarianten in der DACH-Region sind Leiter Windenergie, Director Wind oder Vice President Wind. In größeren Energieversorgungsunternehmen wird die Rolle häufig aufgeteilt in einen Head of Wind Development, der sich auf Flächenakquise, Genehmigungsverfahren und Financial Close konzentriert, und einen Head of Wind Operations, der den laufenden Ertrag und den Lebenszyklus der Anlagen steuert. Der Head of Wind trägt in der Regel die Gewinn- und Verlustverantwortung für das Windsegment, verantwortet die technologische Auswahl der Anlagenhersteller und verhandelt langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs).
Die Berichtslinie auf dieser Führungsebene führt in der Regel zum Chief Operating Officer, zum Vorstand für Erneuerbare Energien oder, im Falle von unabhängigen Stromproduzenten (IPPs), direkt zum Chief Executive Officer. Der funktionale Verantwortungsbereich umfasst meist die Führung von fünfzig bis fünfhundert Mitarbeitern, abhängig von der Skalierung des Portfolios. Dieses breite Team reicht von Servicetechnikern und Bauleitern bis hin zu spezialisierten Umweltjuristen und Netzanschlussexperten. Aufgrund dieses weitreichenden Aufgabengebiets muss der Head of Wind als Übersetzer zwischen hochtechnischen Ingenieursdisziplinen und kommerziellen Realitäten agieren. Die Rolle unterscheidet sich maßgeblich von anderen operativen Positionen: Während ein klassischer Projektleiter den Fokus auf die Mikroumsetzung eines einzelnen Windparks legt, steuert der Head of Wind das Portfolio-Risiko, optimiert die Lieferkette und pflegt auf Makroebene Beziehungen zu Regulierungsbehörden und institutionellen Investoren. Der Zeithorizont seiner Entscheidungen erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen von zwanzig bis dreißig Jahren.
Die Transformation hin zu einer dekarbonisierten Wirtschaft ist der primäre Treiber für den massiven Personalbedarf auf dieser Führungsebene. Um die Ausbauziele zu erreichen – in Deutschland etwa erwartet der Markt einen Netto-Zubau von 7,8 Gigawatt im Jahr 2026 –, müssen die jährlichen Investitionen drastisch steigen. Dies schafft spezifische unternehmerische Herausforderungen, die genau diese Rolle erfordern. Ein typischer Auslöser für eine Neueinstellung ist der strategische Schwenk traditioneller Energieversorger von fossiler Erzeugung hin zu einem grünen Portfolio. Dies erfordert Führungskräfte, die den kulturellen und technischen Wandel steuern können, wie es beispielsweise bei der Umschulung von Mitarbeitern aus dem Braunkohletagebau in der Lausitz für das Asset Management geschieht. Darüber hinaus stellen Private-Equity-finanzierte Projektentwickler in ihrer rapiden Skalierungsphase einen Head of Wind ein, um die Entwicklungspipeline zu professionalisieren und institutionellen Investoren Vertrauen zu vermitteln. Auch die Expansion in den Offshore-Bereich, wo komplexe maritime Logistik und Netzanbindungen gefordert sind, macht diese spezialisierte Expertise unabdingbar.
Ein Retained-Executive-Search-Ansatz ist für diese Position unerlässlich, da der Kandidatenpool auf Senior-Ebene äußerst überschaubar ist. Diese Knappheit resultiert daraus, dass die Industrie erst in den letzten zwei Jahrzehnten in den Gigawatt-Maßstab hineingewachsen ist; Führungskräfte mit mehr als fünfzehn Jahren Erfahrung in Großprojekten sind rar. Die Besetzung ist anspruchsvoll, da sie eine seltene Kombination aus Fähigkeiten erfordert: das technische Verständnis für Anlagen-Aeroelastik und Netzstabilität gepaart mit der kommerziellen Kompetenz, milliardenschwere Projektfinanzierungen zu strukturieren. Zudem müssen diese Führungskräfte komplexe Genehmigungsumfelder navigieren. In Deutschland hat das Windpaket 2025 zwar verbindliche Bearbeitungsfristen eingeführt, doch die Anforderungen an Artenschutz, Biodiversitätsmonitoring und Bürgerbeteiligung bleiben hoch. Unsere Executive-Search-Methodik kartiert die globale und regionale Talentlandschaft, um genau jene Führungskräfte zu identifizieren, die diese Hürden meistern und die Stromgestehungskosten (LCOE) aggressiv senken können.
Die zentrale Aufgabe eines Head of Wind besteht darin, wettbewerbsfähige erneuerbare Energie zu liefern und dabei einen kompromisslosen Fokus auf Sicherheit und Zuverlässigkeit zu legen. Die Stromgestehungskosten sind die primäre Erfolgskennzahl. Eine starke Führungspersönlichkeit muss die Fähigkeiten besitzen, diese Kosten durch technologische und operative Innovationen zu senken – insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Höchstwerte in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur. Technisch erfordert die Rolle ein tiefes Verständnis für Anlagenperformance, Lastenbewertung und strukturelle Integrität, besonders da Turbinen zunehmend die 15-Megawatt-Grenze überschreiten. Kommerziell muss der Head of Wind den PPA-Markt beherrschen und verstehen, wie Verträge strukturiert werden, die über Jahrzehnte hinweg Umsatzsicherheit bieten. Das Stakeholder-Management ist ebenso entscheidend: Die Verhandlung mit Regierungen, Netzbetreibern und lokalen Gemeinden sichert die langfristige Rentabilität der Assets. Der Unterschied zwischen einem qualifizierten Kandidaten und einer Top-Führungskraft liegt oft in der Expertise für aufstrebende Felder wie Floating Wind oder der Integration von Großspeichern.
Der akademische Hintergrund eines Head of Wind liegt überwiegend in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, auch wenn der Karriereweg auf höchster Ebene zunehmend erfahrungsgetrieben ist. Ein Bachelor- oder Masterabschluss in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bauingenieurwesen ist die Standardvoraussetzung. In der DACH-Region bieten Institutionen wie die Universität Oldenburg mit ihrem spezialisierten Windstudium oder das Zentrum für Windenergieforschung ForWind exzellente akademische Grundlagen. Da die Branche jedoch zunehmend von Regulierung und Finanzierung geprägt ist, haben sich alternative Einstiegswege etabliert. Ein beachtlicher Prozentsatz erfolgreicher Kandidaten hat einen Hintergrund in Umweltwissenschaften, Recht oder Finanzen – Disziplinen, die für beschleunigte Genehmigungsverfahren und komplexe EU-Verordnungen unerlässlich sind. Für den Aufstieg in das C-Level wird häufig ein Master of Business Administration (MBA) mit Schwerpunkt Energiemanagement vorausgesetzt, um die Lücke zwischen technischem Betrieb und Vorstandsstrategie zu schließen.
Die geografische Konzentration des Windenergiemarktes in der DACH-Region diktiert, wo Executive-Search-Firmen ihre Talent-Mapping-Bemühungen fokussieren. In Deutschland liegt der Schwerpunkt eindeutig in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die zusammen fast die Hälfte des jährlichen Zubaus tragen und die höchste Dichte an Planungsbüros und Dienstleistern aufweisen. Schleswig-Holstein besticht durch die höchste Leistungsdichte, während Hamburg als zentrale Drehscheibe für Hersteller, Forschung und Offshore-Management fungiert. In Österreich konzentriert sich die Windkraft auf die östlichen und südlichen Bundesländer. In der Schweiz beschränken sich die Aktivitäten auf spezifische Standorte in der Mittel- und Ostschweiz. Auf internationaler Ebene bleiben Hubs wie Esbjerg für die Nordsee-Logistik oder London für Projektfinanzierungen entscheidend. Die Relokation von Führungskräften aus diesen etablierten Zentren ist oft notwendig, um neue Märkte oder unterrepräsentierte Regionen wie Süddeutschland zu erschließen.
Zertifizierungen erfüllen für einen Head of Wind zwei wesentliche Zwecke: Sie gewährleisten ein persönliches Verständnis für die Sicherheit auf der Baustelle und validieren die Einhaltung globaler Industriestandards durch das Unternehmen. Die wichtigste Instanz in dieser Hinsicht ist die Global Wind Organisation (GWO). Deren Standards sind oft eine nicht verhandelbare Voraussetzung für das Betreten eines Windparks. Ein Head of Wind muss sicherstellen, dass die gesamte operative Belegschaft zertifiziert ist, um ein gemeinsames Verständnis von Sicherheits- und Notfallrettungsverfahren nachzuweisen. Neben dem Sicherheitstraining suchen Führungskräfte oft nach professionellen Qualifikationen, die technische und kaufmännische Autorität signalisieren. Im DACH-Raum ist die Eintragung in eine Ingenieurkammer ein starkes Signal für technische Führungskompetenz. Kommerziell wird häufig eine Zertifizierung als Project Management Professional (PMP) als bevorzugte Qualifikation aufgeführt, insbesondere für Rollen, die den Übergang von der Entwicklung in den kommerziellen Betrieb überwachen.
Der Karriereweg zum Head of Wind ist durch eine zehn- bis fünfzehnjährige Progression von technischen Feldrollen zu strategischen Führungspositionen gekennzeichnet. Die häufigsten Vorläuferrollen sind Wind Project Manager, Operations Manager oder Senior Wind Engineer. Viele moderne Führungskräfte sind auch erfolgreich aus der Offshore-Öl- und Gasindustrie gewechselt, wo ihre Expertise in maritimer Logistik direkt auf den Offshore-Windsektor übertragbar ist. Nach einer erfolgreichen Amtszeit als Head of Wind folgen oft Titel wie Vice President of Renewables, Chief Operating Officer oder CEO eines unabhängigen Stromproduzenten. Laterale Wechsel in breitere Rollen der Energiewende, wie Head of Green Hydrogen, sind ebenfalls üblich, da Windparks zunehmend in Multi-Technologie-Energiehubs integriert werden – ein Trend, der durch Initiativen wie die Kraftwerkstrategie der Bundesregierung befeuert wird. Im heutigen Markt muss der Head of Wind zudem verstärkt mit Digital Transformation Leaders interagieren, da die softwaregestützte Optimierung von Turbinenflotten der primäre Weg ist, um zusätzliche Erträge aus bestehenden Anlagen zu generieren.
Das Arbeitgeberumfeld für einen Head of Wind ist äußerst vielfältig und reicht von staatlichen Versorgern bis hin zu schlanken, Private-Equity-finanzierten Entwicklern. Zu den traditionellen Versorgern gesellen sich zunehmend Öl- und Gaskonzerne, die Kapital in Richtung Windenergie umschichten. Unabhängige Stromproduzenten (IPPs) agieren mit hoher Agilität, während Infrastrukturfonds Heads of Wind einstellen, um die Assets in ihren milliardenschweren Erneuerbare-Energien-Portfolios zu steuern. Auch Turbinenhersteller benötigen diese Führungskräfte für Rollen, die sich auf Projektabwicklung, Gewährleistungsmanagement und technischen Vertriebssupport konzentrieren. Ein wesentlicher Makro-Trend, der diese Rolle noch kritischer macht, ist die zunehmende Zahl internationaler Vereinbarungen zum Bau massiver Offshore-Netze und die EU-verordnete Umstellung auf Differenzverträge (CfDs). In diesem wettbewerbsintensiven Umfeld ist die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Recruitment-Partner entscheidend, um die Nuancen der verschiedenen Employer Value Propositions zu navigieren und erstklassige Führungskräfte zu gewinnen.
Bei der Besetzung der Position des Head of Wind ist die fundierte Evaluierung der Vergütungsstrukturen ein kritischer Schritt. Die Vergütung variiert erheblich, je nachdem, ob die Position stark auf die Entwicklungsphase fokussiert ist – was in der Regel ein höheres Bonus- und Eigenkapitalpotenzial im Zusammenhang mit dem Financial Close mit sich bringt – oder auf die Betriebsphase, die eine höhere Stabilität des Grundgehalts bietet. In Deutschland liegen die Jahresbruttogehälter für Führungspositionen und Geschäftsführungsrollen in größeren Unternehmen typischerweise zwischen 120.000 und 160.000 Euro, zuzüglich variabler Vergütungsbestandteile. In der Schweiz liegen die Bruttogehälter aufgrund des generell höheren Lohnniveaus um 25 bis 35 Prozent über den deutschen Werten, sodass erfahrene Führungskräfte hier 140.000 bis 200.000 CHF erzielen können. In Österreich bewegen sich die Gehälter leicht unter dem deutschen Niveau. Inflationsbedingte Anpassungen und der akute Fachkräftemangel haben in den vergangenen Monaten zu spürbaren Gehaltserhöhungen geführt. Standortspezifische Premium-Anpassungen werden routinemäßig für Rollen in teuren Hubs wie Hamburg, München oder Frankfurt angewendet. Durch die Nutzung lokalisierter Marktintelligenz können Unternehmen äußerst attraktive Vergütungspakete strukturieren, um die knappen, spezialisierten Talente zu gewinnen, die für die Führung moderner Windenergieportfolios erforderlich sind.
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